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Freitag, 25. Mai 2018

Der Fall Jens Söring: Söring Leaks (II)


In dem zweiten Teil dieser Serie geht es nochmals um das FBI- Profil. Jens Söring hatte bekanntlich lange Zeit behauptet, dass ihn dieses Profil entlasten würde und es ihm und seinem Verteidigerteam vorenthalten wurde. Eine erste Einschätzung zu diesem Thema kann hier nachgelesen werden: klick

Nun gibt es einige neue Entwicklungen, die ich gerne erörtern möchte. Auf einer Pressekonferenz (09.04.2018) wurde von Sheriff J.E. "Chip" Harding und dem pensionierten F.B.I. Mitarbeiter Stanley J. Lapekas das lange vermisste FBI- Profil präsentiert. 



Was bedeutet das für den Fall?

Donnerstag, 16. März 2017

Der Fall Jens Söring: Täterschaft (Teil 15: Der Prozess)


War der Prozess von Jens Söring fair und wurden rechtsstaatliche Prinzipien eingehalten?

Jens Söring vereint die Antwort auf diese Fragen auf seiner Internetseite. Im Wesentlichen nennt er drei Argumente, die wir uns ein wenig genauer ansehen wollen:

(i) Richter William Sweeney war befangen und mit der Familie der Opfer befreundet. Demnach hätte er niemals den Prozess von Jens leiten dürfen.

Bewertung:
Tatsächlich war Richter Sweeney lediglich mit dem Bruder von Nancy Haysom, Risque Benedict, befreundet. Es sei zudem angemerkt, dass das Verhalten des Richters gerichtlich überprüft wurde. Hierbei wurde festgestellt, dass sein Verhalten rechtskonform war (Urteil vom 09.10.1991, The Court of Appeals of Virgina).
Nicht vergessen werden darf, dass Jens Söring nicht von Richter Sweeney schuldig gesprochen wurde, sondern, wie in US- Strafprozessen üblich, von einer Jury aus 12 Geschworenen. Das Urteil ist einstimmig gefallen. Alle 12 Geschworenen waren davon überzeugt, dass Jens die Morde begangen hat. Wäre nur ein Geschworener nicht überzeugt gewesen, hätte es keine Verurteilung gegeben.

Es gibt aber noch zwei weitere Gründe, die dafür sprechen, dass der Richter nicht voreingenommen oder befangen war:

Freitag, 11. November 2016

Der Fall Jens Söring: Täterschaft (Teil 10: Elizabeth Haysom)

Was spricht konkret für eine Täterschaft von Elizabeth Haysom?

Motiv
Zunächst hat Elizabeth ein starkes Motiv. Sie hat ihre Eltern gehasst, ausweislich der hier zitierten Briefe, hat sie sich sogar deren Tot gewünscht. Anzufügen ist, dass es Anzeichen dafür gibt, dass Elizabeth von ihrer Mutter sexuell missbraucht wurde. Es sollen Fotos existieren, die diese These belegen. Jens will diese Fotos in dem Haus der Haysoms gesehen haben. Im Oktober 2016 hat Elizabeth diese Darstellung in einem Interview bestätigt.

Spuren am Tatort
Am Tatort wurde exakt eine Blutspur gefunden, die dieselbe Blutgruppe hat, wie die von Elizabeth (Blutgruppe B). Diese Spur wurde auf einem Lappen in der Waschmaschine gefunden. Zum einen ist es aber so, dass diese Blutprobe nicht tiefergehend untersucht werden konnte. Theoretisch kann das Blut also von jedem stammen, der Blutgruppe B hat. Diese Spur taugt also nicht als Beweis ihrer Schuld. Außerdem ist es nicht nachvollziehbar, warum ein Täter versuchen sollte, das eigene Blut in die Waschmaschine zu werfen ohne diese dann in Betrieb zu nehmen. Man will ja Spuren verwischen und nicht Spuren legen. (Weiterführende Informationen zu den DNA- Funden könnt ihr hier nachlesen.)